Die Bundesligamannschaft von Hannover 96 als “Nordlichter” zu bezeichnen, wäre wohl zu viel des Guten. Aber nichtsdestotrotz ist der Hannoversche Sportverein die derzeit erfolgreichste norddeutsche Profi-Fußballmannschaft.
Aktuelle Situation
Mehrere Faktoren bedingten die unwahrscheinlich gute Entwicklung von Hannover 96 in den letzten Jahren. Wohl am wichtigsten erscheint die Verpflichtung des heutigen Cheftrainers Mirko Slomka kurz nach Enkes Tod. Unter ihm entwickelte sich eine spielerische Konstanz, die den Verein seit der Bundesliga-Saison 2010/11 im oberen Drittel der Bundesliga brillieren ließ und bereits zwei Mal für den europäischen Wettbewerb qualifizierte.
Weiteren Anteil an dem Erfolg haben das Torwarttalent Ron-Robert Zieler, der nun auch als Nationaltorwart Deutschland mit zur Europameisterschaft 2012 nach Polen und in die Ukraine reisen durfte, sowie Didier Ya Konan. Der ivorische Torjäger der Niedersachsen schoss nach schwerfälligem Start in 81 Ligaspielen für Hannover bisher 29 Tore und bereitete 14 weitere Tore vor.
Hannover konnte die Saison 2010/11 auf Tabellenplatz 4 abschließen und qualifizierte sich damit für die Europa League. Dort überraschte die Mannschaft auch international in der Saison 2011/12 mit überragenden Leistungen gegen den FC Sevilla und schied erst im Halbfinale gegen den späteren EL-Gewinner Atletico Madrid aus. In Erinnerung bleibt vielen Fußballfans der geniale Lupfer von Jan Schlaudraff gegen den FC Brügge per Elfmeter, der kurz vor Schluss den 2:1-Siegtreffer markierte. In der Bundesliga konnten die 96er an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen – am Ende ein stabiler 7. Platz und wieder die Europa-League-Qualifikation.
Mirko Slomka kann weiterhin mit den wichtigsten Stützen der vergangenen Jahre arbeiten. Das lässt auch auf die kommende Saison 2012/13 wieder hoffen. Zwar verließ mit Emanuel Pogatetz eine wichtige Abwehrkraft den Verein gen Wolfsburg, doch mit Zieler, Ya Konan, Jan Schlaudraff, Lars Stindl, Konstantin Rausch, Sergio Pinto und Karim Haggui stehen die Leistungsträger der jüngsten Erfolge weiter zur Verfügung. Verstärkt hat sich Hannvoer lediglich mit vier Neulingen, darunter der brasilianische Verteidiger Felipe und der Japaner Hiroki Sakai.
Die Bundesliga darf gespannt sein, auf eine weitere Spielzeit mit den derzeit besten “Nordlichtern” der höchsten deutschen Spielklasse. 96 – alte Liebe!
Die besondere Verehrung des verstorbenen Torhüters Robert Enke lässt sich auch an der ehemals Arthur-Menge-Ufer genannten Straße an der Heimspielstätte der 96er erkennen. Seit Januar 2011 heißt die Straße an der “AWD-Arena” mit 49.000 Plätzen Robert-Enke-Straße.
Zur Zeit keine Veranstaltungen.
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Viel Positives lässt sich über den 1896 gegründeten Verein aus der Landeshauptstadt Niedersachsen erzählen. Lange Zeit kaum beachtet, erzielten die trotz ihrer Vereinsfarben Schwarz-Weiß-Grün “Rothemden” genannten 96er ihre größten Erfolge vor über einem halben Jahrhundert. Jeweils 1938 und 1954, noch vor der Gründung der deutschen Bundesliga, holte sich Hannover 96 die Deutsche Meisterschaft. Ein “Ausrutscher” ist der Gewinn des DFB-Pokals 1992 als damaliger Zweitligist.
- Hannover96 – Spielplan AWD Arena
- Hannover 96 – Borussia Dortmund
- Hannover 96 – Borussia Dortmund
- Hannover 96 – Borussia Dortmund
- Hannover 96 – Borussia Dortmund
- Hannover 96 – Borussia Dortmund
- Hannover 96 – Anzeigetafel
- Hannover 96 – Heimfans
- Hannover 96 – vor dem Spiel
- Hannover 96 – Heimfans
- Hannover 96 – Gästeblock
- Hannover 96 – Gästeblock
1963 wurde Hannover die Aufnahme in die Bundesliga aufgrund der mangelnden sportlichen Leistungen verwehrt, an seiner Stelle dagegen Eintracht Braunschweig aufgenommen. Dies bedingt die noch heute stark ausgeprägte Rivalität zwischen den beiden Fanlagern.
Die bekanntesten ehemaligen Spieler von Hannover 96 sind unter anderen Jupp Heynckes, Per Mertesacker, Thomas Brdaric und Fredi Bobic. Bemerkenswert im negativen Sinne ist, dass zwischen 1969 und 2003 kein einziger Spieler der 96er an einem Länderspiel für die DFB-Elf teilnahm.
Bei der Aufzählung der bekanntesten Spieler Hannovers darf ein Name nicht fehlen, der untrennbar mit dem unwahrscheinlichen Erfolgslauf der 96er der letzten Jahre verbunden ist: Robert Enke. Der Ausnahmetorwart nahm sich im November 2009 das Leben und stürzte die Mannschaft in tiefe Trauer. Doch die folgende Negativserie konnte beeindruckend beendet werden, in der selben Saison 2009/2010 erkämpfte man sich am letzten Spieltag den Klassenerhalt (33 Punkte, Platz 15). Noch heute wird Enke als Integrationsfigur und Idol nicht nur von den 96er-Fans verehrt.



























