SC Freiburg Tickets

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05.08.2013. Der SC Freiburg blutete aus. Stammspieler suchten im Sommer ihr Glück bei größeren Klubs. So verließen Cédric Makiadi, Max Kruse, Daniel Caligiuri und Johannes Flum den Klub aus dem Breisgau. Admir Mehmedi, Francis Coquelin, Mike Hanke, Gelson Fernandes, Vaclav Pilar, Felix Klaus und Christopher Jullien sind dafür neu an Bord bei Chefcoach Christian Streich.

„So wie wir kicken, brauchen Spieler bei uns sowohl ein hohes taktisches Interesse als auch eine große Fitness“, so der 48-Jährige über die Neuzugänge, die es jetzt zu integrieren gilt. Klappt das, könnte laut Streich eine weitere erfolgreiche Saison bevorstehen: „Wir sehen den Umbruch auch als Chance.“

Dass Fitness viel zählt, musste auch Mike Hanke am eigenen Laib erfahren, denn „so viel gelaufen wie hier bin ich noch nie. Von 2800 Meter bis runter zu 400 Meter-Sprints. Alles ist hochintensiv. Sehr, sehr hart. Ich bin jetzt irgendwie ‚anders‘ fit“, sagte er der Bild.

Trotz der vielen Ungewohntheiten lobte der 29-Jährige die Bodenständigkeit und die daraus resultierende Selbstständigkeit in Breisgau: „Beim SC musst du wirklich noch alles selbst machen: Schuhe putzen, Klamotten in Kisten packen, Material tragen. Das ist für mich zwar ungewohnt, weil es die letzten zehn Jahre anders war, aber für die jungen Spieler ist das super. So werden sie früh selbstständig. Alle packen mit an“, staunte Hanke, der ablösefrei von Borussia Mönchengladbach zum SC Freiburg wechselte.

Auch mit an Bord im Breisgau sind die beiden Schweizer Nationalspieler Admir Mehmedi und Gelson Fernandes. Beide sind Hoffnungsträger von Nati-Coach Ottmar Hitzfeld, der ihnen den Wechsel zu Streich empfahl. Mehmedi hat ehrgeizige Ziele für die kommende Saison: „Ich möchte hier eine möglichst erfolgreiche Saison spielen, auch in der Europa League. Freiburg hat sich in den zurückliegenden Jahren sehr positiv entwickelt. Der Wunsch nach mehr scheint mir da verständlich.“

In der vergangenen Spielzeit zeigte Freiburg eine beeindruckende Leistung. Stets spielten sie ganz oben in der Liga mit und schafften den Sprung nach Europa. Vor allem dank Streich gelang diese Leistung. Der ehemalige Nachwuchscoach vermag es Jugendspieler und erfahrene Kicker zu einer Einheit verschmelzen zu lassen.

So soll auch Stürmer Hanke ein Leitwolf im Breisgau werden. Nötig ist ein solcher, denn bei dem letzten Freiburger Gastspiel in Europa, stiegen die Süddeutschen in die zweite Bundesliga ab. Das soll nun nicht noch einmal passieren.

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SC Freiburg Saison 2012/2013

27.06.2012 Der SC Freiburg aus dem baden-württembergischen Breisgau gehört zu den jüngeren Gesichtern in der höchsten deutschen Spielklasse. Unauffällig und meist solide ist dieser Bundesligaverein für so manche Überraschung gut.

Besonders in der Saison 2010/11 zeigte der SC Freiburg eine bewundernswerte Leistung und ein offensiv anspruchsvolles Spiel. Erfolgsgaranten in dieser Spielzeit waren der Cheftrainer Robin Dutt sowie  der Ausnahmestürmer und Freiburger Rekordtorschütze Papiss Demba Cisse. Der Senegalese schoss alleine 2010/11 in 32 Einsätzen 22 Tore, insgesamt waren es in 65 Spielen für Freiburg 37 Tore und fünf Assists. Durch seine Leistung belegte der SCF Platz 9 am Ende der Saison.

Seitdem Dutt und Cisse dem Breisgau den Rücken gekehrt haben, läuft es nicht mehr ganz so rund. Vergangene Spielzeit 2011/12 überwinterten die Freiburger auf Platz 18, erst unter dem derzeitigen Trainer Christian Streich kehrte wieder Feuer zurück nach Baden. Unter ihm gelang letztendlich der vorzeitige Klassenerhalt am 32. Spieltag, insbesondere die letzten zehn Spiele überzeugten Mannschaft und Trainer mit Emotionen sowie fünf Siegen und vier Unentschieden – fast maximaler Erfolg. Am Ende hieß es: sicherer Rang 12 (jedoch bei 61 Gegentoren).

Solide spielen, solide wirtschaften und eine gute Jugendarbeit – das ist das Konzept des SCF auch wieder für die Saison 2012/13. Zwar bietet der Kader keine großen Namen, lediglich Johannes Flum, Cedrick Makiadi und Torhüter Oliver Baumann absolvierten mindestens 30 Spiele 2011/12, weitere Stützen sind Sebastian Freis, Daniel Caligiuri und Pavel Krmas.

Doch der Verein hat sich intelligent verstärkt: Die Neuzugänge Max Kruse (St. Pauli) und Marco Terrazzino (Karlsruhe) erhöhen die Schlagkraft des Teams, zudem konnte der kroatische Stürmer Ivan Santini gehalten werden. Wenn der SC Freiburg in der kommenden Saison nicht wieder so stark zittern will, muss sich aber jemand finden, der die nötigen Tore schießt. Genau darauf wird es ankommen.

Besonders für die treuen Anhänger des Vereins gestalten sich die meisten Spielzeiten zur Zitterpartie. Zittern dürfen die Fans besonders im eigenen Heimstadion, dem „Mage Solar Stadion“, in dem  sich 24.000 Zuschauer austoben dürfen. Seit 1953 spielen die Freiburger an gleicher Spielstätte, lediglich der Namen wechselte: „Dreisamstadion“ bis 2004, „badenova-Stadion“ bis 2012.

Historie

Der SC Freiburg existiert zwar schon seit 1904, jedoch beginnt der interessante Teil der Vereins-Historie erst in den 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends.

Eng verbunden mit den Erfolgen der letzten 20 Jahre ist der Name Volker Finke. Ganze 16 Jahre lang trainierte Finke die Mannschaft des SC Freiburg. 1991 begann das zielstrebige Wirken des Trainers bei den Breisgauern und nur zwei Jahre später gelang in einer kraftraubenden Saison 1992/93 nach insgesamt 46 (!) Spieltagen erstmalig in der Geschichte Freiburgs der Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Überraschenderweise konnte sich der SCF 1995 mit einem unglaublichen 3. Platz sogar zum ersten Mal für die Uefa-Pokal-Teilnahme qualifizieren. Die internationale Karriere dauerte jedoch nicht lange an: In der ersten Runde war schon wieder Schluss. Auch 2001 durfte sich der Verein nochmal kurzzeitig im Uefa-Cup austoben, es reichte sogar bis in die dritte Runde.

Doch trotz einiger Erfolge gehört der SC Freiburg zusammen mit dem 1. FC Nürnberg, dem 1. FC Kaiserlautern, Fortuna Düsseldorf und weiteren Klubs zu den traditionellen „Fahrstuhl-Vereinen“ der Deutschen Fußball-Liga. Inklusive des ersten Aufstiegs 1993 mussten die Freiburger seit 1991 drei Mal absteigen und erreichten vier Mal die Bundesliga.