TSG 1899 Hoffenheim Tickets

TSG 1899 Hoffenheim Tickets

TSG 1899 Hoffenheim Saison 2015-2016

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TSG 1899 Hoffenheim Saison 2014-2015

Wenn die Hoffenheimer Verantwortlichen die vergangene Saison analysiert haben, um sich auf die neue vorzubereiten, reichte ein Blick auf die Tordifferenz. 70 Gegentore hatten die Sinsheimer bekommen – allerdings vorne sogar 72 erzielt. Das muss man erstmal zusammenbringen. Für die Zuschauer waren die Spiele der TSG 1899 also immer ein Leckerbissen, für Markus Gisdol weniger. Der Trainer musste sich häufiger die blonde Mähne raufen, als ihm lieb war.

Nachdem sich die TSG Hoffenheim vor zwei Jahren noch gerade so in der Bundesliga halten konnte – die Relegation war dafür notwendig -, sollte es in der vergangenen Saison ruhiger um den gebeutelten Club werden. Am Ende stand zwar ein achtbarer neunter Platz, aber auch die Schmähbezeichnung als Schießbude der Liga. Trainer Gisdol gab denn auch als Devise aus: „Für uns ist es wichtig, die Balance in der Defensive zu finden und trotzdem unsere Offensivkraft nicht zu verlieren.“ Das ist die spannende Frage, die in dieser Saison über den Erfolg dieser Mannschaft entscheidet. Immerhin kamen zu den 70 Gegentoren vorne die erwähnten 72 geschossene dazu – nach Bayern und Dortmund war das Platz drei in der vergangenen Saison.

Diese Offensivpower soll ausgebaut werden: Adam Szalai, Kevin Volland, Anthony Modeste – zusammen mit torgefährlichen Mittelfeldspielern wie Roberto Firmino und Tarek Elyounoussi können die Stürmer die gegnerische Abwehr schon gehörig durcheinanderwirbeln. Können. Dass es soweit kommt, ist die vordringliche Aufgabe von Trainer Gisdol. Mit Fabian Johnson verließ eine feste Größe der Hoffenheimer Defensive den Club. Dafür stießen mit Torhüter Oliver Baumann. Innenverteidiger Ermin Bicakcic, Außenverteidiger Jin-Su Kim und dem Mittelfeldstrategen Pirmin Schwegler gleich vier Spieler zur TSG, die in der kommenden Saison die Lücken in der Defensive stopfen sollen. Die Mischung im neuformierten Abwehrverbund scheint zu stimmen, in den Vorbereitungsspielen bekamen die Hoffenheimer kaum ein Gegentor. Auch auf dem jungen Niklas Süle ruhen die Hoffnungen in Sinsheim.

Wenn es gelingt, die neuen Defensivmänner zu einem eingeschworenen Team zu machen, wenn Neu-Torhüter Baumann gewohnt sicher steht und wenn die Offensive wieder so torfreudig ist wie in der vergangenen Saison – dann ist der TSG 1899 so einiges zuzutrauen. Wenn das nur nicht zu viele „wenns“ sind. Wir sind gespannt!

TSG 1899 Hoffenheim Saison 2013-2014

Die Tradition soll leben in Sinsheim! Das erklärte Ziel von Markus Gisdol ist, dem als „Retortenklub“ gebrandmarkten Verein aus dem Kraichgau Tradition und Verbundenheit zu geben. „Jedes Spiel in der Bundesliga muss für diesen Klub als Geschenk erachtet werden“, schlug der neue Trainer demütige Töne an. „Hoffenheim hatte seine Identität verloren“, sagte der 43-Jährige dem kicker: „Wenn man nach Hoffenheim gefragt wurde, konnte man nicht sagen, wofür der Verein steht.“

Den Umbruch soll nun Gisdol einleiten. Dafür setzt der ehemalige Nachwuchscoach der Hoffenheimer, genau, auf den Nachwuchs. Ein ganze Hand voll Jugendkicker sind in den Profikader aufgerückt, sollen für Identität sorgen, die Zeiten von Ralf Rangnick wieder aufleben lassen, unter dem auch Gisdol bereits im Verein war. „Altlasten“ wie Tim Wiese sollen dafür gehen. Auch wenn es Ironie ist, bei dem gefallenen Nationalkeeper von einer Altlast zu sprechen. Er kam erst im Sommer 2012 als Wunschspieler vom damaligen Trainer Markus Babbel aus Bremen. Zusammen wollten sie „Europa erreichen“. In der Nachbetrachtung ist er das Gesicht der Krise geworden.

Die Saison verlief katastrophal. Markus Babbel musste, wie auch schon ein Jahr zuvor bei Hertha, im Dezember 2012 gehen. Sein Nachfolger Markus Kurz musste schließlich zusammen mit Manager Andreas Müller gehen und Gisdol und Alexander Rosen übernahmen. Nach dem Trainer-Hin-und-Her schaffte Gisdol den Klassenerhalt in der Bundesliga erst in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern. Nun soll ein neues bzw. das alte Hoffenheim wieder belebt werden.

Nach den Eskapaden und Enttäuschungen der vergangenen Jahre wähnt sich der neue Chefcoach in Sicherheit vor den Druckgebären des Mäzen Dietmar Hopp: „Ich glaube, dass die letzten zwei Jahre für viel Ernüchterung gesorgt haben im Verein. Der Sinn für die Realität ist zurück bei der TSG.“

TSG 1899 Hoffenheim Saison 2012-13

Relegationsspiel 1. Bundesliga: TSG 1899 Hoffenheim – 1. FC Kaiserslautern

19.05.2013 Der 1. FC Kaiserslautern hat noch 2 Spiele vor der Brust, dann wäre die Rückkehr in die Bundesliga perfekt! Doch der Gegner ist nach dem Last-Minute-Sieg topmotiviert.

Und der Gegner heißt sensationell TSG Hoffenheim! Keiner hatte mehr mit den Kraichgauern gerechnet, doch mit einem dramatischen 2:1-Sieg am letzten Spieltag sicherten sie sich noch den Relegationsplatz. Der neue Trainer Markus Gisdol hat dem Team Leben eingehaucht und wurde zumindest mit zwei weiteren Chancen zum Klassenerhalt belohnt.

Der 1. FC Kaiserslautern kämpfte lang mit dem 1.FC Köln um den dritten Platz in der zweiten Bundesliga, doch die Foda-Elf machte alles richtig und sicherte sich die Chance auf die erste Liga. Die Saison war spannend und ein Mehrkampf um den dritten Rang. Die „Roten Teufel“ sind gewillt den Gegner zu ärgern.

Im Vorfeld hatte man auf einen anderen Gegner gehofft, vielleicht Fortuna Düsseldorf, da sie gekränkter sein würden. Nun ist es Hoffenheim, die mental bestärkt und enorm beflügelt in die Relegationsspiele gehen. Der Kampf wird heiß und spannend!

Termine Relegationsspiel 1. Bundesliga Hinspiel und Rückspiel

  • TSG Hoffenheim gegen Kaiserslautern – Donnerstag, den 23. Mai 2013 um 20:30 in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena
  • Kaiserslautern gegen TSG Hoffenheim – Montag, den 27. Mai 2013 um 20:30 im Fritz-Walter-Stadion

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Hoffenheim-Manager Müller: „Mich kotzt das an!“

25.01.2013 Sinsheim. Bei der TSG 1899 Hoffenheim will es einfach nicht laufen. Nun musste mit Marvin Compper ein, wenn man es bei diesem Verein sagen kann, Ur-Gestein und Liebling gehen. Aber nicht nur das brachte Manager Andreas Müller nun zur Weißglut.

Am Donnerstag sagte Müller auf einer Pressekonferenz: „Es geht immer in eine gewisse Richtung. Aber nicht mit mir. Mich kotzt das an. Ich bin vier Monate hier, aber ich habe jetzt schon alles gesehen. Einen Arsch in der Hose haben und hier mal kämpfen, das ist es, was ich will. Das muss draußen auch mal so rüberkommen.”

Der Klub hatte Compper, der seit 2008 für Hoffenheim aufläuft, am Dienstag vom Training mit den Profis suspendiert. Nun muss er bei der zweiten Mannschaft trainieren. Anschließend hatten Medien unter anderem berichtet, die Hoffenheim-Fans seien nach dieser Entscheidung gespalten. „Die Fans sind nicht geteilt. Wir haben recherchiert. 85 Prozent der Fans können diese Entscheidung nachvollziehen. Ich bin es leid, gegen Windmühlen zu kämpfen”, sagte Müller.

Die Trennung von Ur-Gestein und Hoffenheims erstem Nationalspieler verteidigte der Manager vehement. „Das ist kein Possenspiel. Das sind Fakten. Ich mache das nicht mehr mit, dass wir angezählt werden für Dinge, die der Wahrheit entsprechen”, sagte er: „Wenn einer nicht bereit ist, diesen Überlebenskampf mit voller Motivation zu leben, dann hat der hier keinen Platz mehr. Wir können keinen Spieler gebrauchen, der nicht mit vollem Herzen dabei ist. Fragen sie doch mal die Jungs. Die schütteln alle den Kopf.”

Preview 2012-2013

22.08.2012. Der Verein TSG 1899 Hoffenheim ist eine derzeitige Ausnahmeerscheinung im deutschen Profi-Fußball. Keinem anderen Klub gelang es in einer derart kurzen Zeit und mit einem so hohen finanziellen Aufwand, sich in der Bundesliga zu etablieren.

Nach einer überraschend erfolgreichen ersten Bundesligasaison 2008/09 und einem respektablen 7. Tabellenplatz kam die TSG 1899 in der Realität an. Trotz vieler Millionen Euro im Rücken, stellt der Verein im Bundesliga-Vergleich nur einen mittelklassigen Akteur dar. Es folgten drei 11. Plätze in den nachfolgenden Spielzeiten.

So auch in der Saison 2011/12: Zwar präsentierten die Klub-Verantwortlichen zu Beginn mit Holger Stanislawski eine Trainer-Hoffnung der Bundesliga vor. Jedoch konnte dieser nur mäßig überzeugen und musste den Verein nach dem DFB-Pokal-Viertelfinal-Aus gegen den Zweitligisten und jetzt Aufsteiger Greuther Fürth verlassen. Ihm folgte der derzeitige Cheftrainer Markus Babbel.

Insbesondere der Kader zeigt die meiste Bewegung bei der TSG Hoffenheim. Schon 2011/12 wechselten insgesamt fast 30 Gesichter in das blaue Leibchen oder aus diesem heraus. Nun rappelt es wieder im Karton. Auf der einen Seite verlassen unter anderen Gylfi Sigurdsson, Chinedu Obasi und Tom Starke das Vorzeige-Projekt von Dietmar Hopp. Auf der anderen Seite verstärkte sich der süddeutsche Klub mit Stephan Schröck (Greuther Fürth), Matthieu Delpierrre (VfB Stuttgart), Eren Derdiyok (Bayer Leverkusen), Takashi Usami (über Umwege: Bayern München) und dem jungen, serbischen Stürmertalent  Filip Malbasic. Diese stoßen zu den „Alteingesessenen“ hinzu, darunter  Roberto Firmino, Sejad Salihovic oder Andreas Beck.

Zu denken geben sollte einem, dass das finanzielle Polster einer TSG wohl auch nicht grenzenlos ist und in nicht allzu ferner Zukunft nach Kompensation schreien wird. Vielleicht gelingt es mit diesem neu durchmischten Kader am Ende der Saison 2012/13 den DFB-Pokal zu gewinnen oder auf den oberen Bundesliga-Plätzen zu landen und das wichtigste Ziel zu erreichen: die internationalen Wettbewerbe.

Seit 2009 spielen die in blauen Trikots auflaufenden Hoffenheimer in der „Wirsol Rhein-Neckar-Arena“ mit 30.000 Plätzen.

Historie

Zwar existiert die Turn- und Sportgemeinschaft Hoffenheim schon seit 1899, doch seine wahre Größe erreichte der Verein erst im Jahr 2008 – 109 Jahre nach der Gründung. Lediglich über 4.500 Mitglieder verfügen die Hoffenheimer aus dem gleichnamigen Stadtteil Sinsheims.

Untrennbar verbunden mit der jüngeren Geschichte ist der SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp, selbst ehemaliger Spieler der TSG und mit seinen Millionen in Form finanzieller Unterstützung seit 1990 der „Mäzen“ des Vereins. Durch sein Engagement war der unglaubliche und rasante Aufstieg des Vereins von der Bezirksliga Sinsheim zum Bundesligisten erst möglich.

Nach sechs Jahren Regionalliga gelang unter dem Trainer-Ass Ralf Rangnick 2007 zuerst der Sprung in die 2. Bundesliga, nur ein Jahr später (!) setzte sich die TSG Hoffenheim auch in der zweithöchsten deutschen Spielklasse durch und stieg als Tabellenzweiter direkt in die Bundesliga auf. In der Saison 2007/08 wuchs jedoch auch die Kritik an der Ausrichtung des Vereins durch Fans, Medien und Fußballverantwortliche. In jener Spielzeit investierte die TSG mehr in Neuverpflichtungen als der Rest der 2. Bundesliga zusammen. Das Misstrauen, mit dem ein ohne eigene Traditionen gewachsener Zwerg-Verein sich Aufstieg um Aufstieg erkaufte, ist bis heute geblieben. Projekte wie RB Leipzig sehen sich ähnlichen Angriffen ausgesetzt.

Erfolgsgaranten von diesem Marsch durch die deutsche Fußballlandschaft waren (insbesondere 2007/08) neben dem Strategen Ragnick die zwei Top-Torjäger Chinedu Obasi (12 Tore), Demba Ba (12) und Francisco Copado (10).