Der erste Akt ist vorüber. Das freie Training für den Formel-1-Grand-Prix in Bahrain entschied der Überraschungsgewinner von Shanghai, Nico Rosberg, mit drei Bestzeiten für sich.
Der Mercedes-Pilot wurde somit Spitzenreiter – mit 1:32,816 Minuten deutlich vor den beiden Red-Bull-Fahrern Mark Webber und Sebastian Vettel. Dahinter landeten WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (McLaren), Michael Schuhmacher (Mercedes) und Jenson Button (McLaren).
Betrachtet man den Trainingslauf am heutigen Tag, so ist auch beim Formel-1-Rennen am Sonntag mit einem hohen Verschleiß der Reifen zu rechnen. Die Streckentemperaturen sind ziemlich hoch. Daher liegt es nahe, dass die meisten Teams die Qualifikation mit Softs absolvieren werden und auch das Rennen mit Softs starten werden. Im Verlauf des Rennens bietet sich dann ein Wechsel auf Medium an. Alles deutet auf eine Dreistoppstrategie der Rennställe hin.
Überraschungen gab es auf den hinteren Plätzen nicht beim Training, lediglich die Absage des Teams Force India sorgte für eine kleine Krise. Einige Mitarbeiter waren am Mittwochabend Zeugen und fast Opfer eines Anschlags geworden. Daraufhin entschloss sich das Formel-1-Team zur kollektiven Abreise. Die betroffenen Mechaniker weigerten sich, in der Dunkelheit zu den Hotels zu fahren.Die Boliden von Nico Hülkenberg und Paul di Resta standen daraufhin den Nachmittag über in der Box.
Damit hängt dem ohnehin umstrittenen Grand Prix in Bahrain ein weiterer Makel an. Neben beständiger Kritik an einem Formel-1-Rennen in einer derart explosiven Situation, verursacht von politischen Protesten in dem Land, entwickelt sich dieses Sportereignis im Hochsicherheitstrakt zu einem moralisch brisanten Unterfangen.
Mehrere Organisationen fordern die Absage des Spektakels, deutsche Kommentatoren legen den Veranstaltern nahe, sich von einem autokratischen Regime nicht instrumentalisieren zu lassen. Auch die Aussage vom Chef des Automobilverbandes Fia, Jean Todt, helfe nicht weiter: “Wir interessieren uns nur für den Sport.”
In der Diskussion um Moral und Politik droht der Trainigssieg von Nico Rosberg und das Rennen am Sonntag unterzugehen. Doch: The show must go on…













