Ferrari: Vettel und die Wechselgerüchte

Juni 8, 2012 keine Kommentare »
Ferrari: Vettel und die Wechselgerüchte
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Der Konkurrent im eigenen Rennstall, illegale Luftschlitze im Unterboden, eine suboptimale Formel-1-Saison – schon werden die Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Doppelweltmeister Sebastian Vettel zum italienischen Team Ferrari wieder lauter. Die Kommentare der Scuderia-Verantwortlichen gießen weiteres Öl ins Feuer.

Ausstiegsklausel bei Red Bull

Zwar läuft der Vertrag des 24-Jährigen bei Red Bull noch bis einschließlich 2014, aber Vettel verfügt über eine Ausstiegsklausel, die ihm einen früheren Absprung schon rechtzeitig zur kommenden Grand-Prix-Saison möglich macht. So gilt das Argument, der österreichische Rennstall biete kein konkurrenzfähiges Fahrzeug oder das Team erreicht ein bestimmtes Minimalergebnis nicht, als ausreichend.

Da auch der Vertrag des Brasilianers Felipe Massa am Ende dieser Saison ausläuft (der WM-Führende Fernando Alonso kommt nicht in Frage), wäre sogar ein Cockpit frei für den Heppenheimer. Und Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali hält sich mit Lob für den jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte nicht zurück: “Sag niemals nie.”

Webber zieht in WM-Wertung gleich

Doch vorerst muss sich Sebastian Vettel auf den Großen Preis von Montreal (10. Juni, 20 Uhr) konzentrieren. Denn auch Ferraris Interesse reicht nur so weit, wie Vettels Erfolge überzeugen. Nach Marc Webbers Sieg in Monaco vor zwei Wochen scheint die Pole des zweimaligen Weltmeisters Vettel im eigenen Rennstall zu wackeln. Insgesamt raste der Brite Webber in dieser Saison schon sechs Mal auf eine bessere Startposition, liegt in der WM-Wertung nun gleichauf mit dem Deutschen (jeweils 73 Punkte). Das Ergebnis in Kanada am kommenden Sonntag könnte die Rangfolge bei Red Bull weiter destabilisieren.

Schuhmacher setzt auf die 7

Ein anderer Deutscher, der bisher eher durch Pech als mit Leistung auffiel, verlässt sich währenddessen auf Hokuspokus. Mercedes-Pilot Michael Schumacher trägt in Montral die Startnummer 7 auf seinem Silberpfeil. 7 WM-Titel, 7 Siege auf dem kanadischen Parcours7. Saisonrennen – wer seine Siegchancen im Kaffeesatz liest, dürfte davon beruhigt sein.

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